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Bevor Sie sich auf die Suche nach
einem Tibet Terrier-Welpen machen, sollten Sie sich völlig
klar darüber sein, ob der Tibet Terrier überhaupt die
richtige Rasse für Sie und Ihre Familie ist. Aufgrund seiner
Größe dürfte es kein Problem mit der Hundehaltung
geben, aber er ist sehr lebendig und voll Energie - dessen sollten
Sie sich bewußt sein. Sie sollten sich auch darüber
klar sein, die wöchentliche Fellpflege für mindestens
15 Jahre zu übernehmen. Tibet Terrier sind wie alle tibetischen
Rassen sehr langlebig.
Ein Hund verändert Ihr bisheriges
Leben genauso, wie das Ihrer Familienmitglieder. Es ist ja nicht
nur die Pflege oder die täglichen Fütterungszeiten oder
die Erziehung. Der Urlaub steht an, wo kann ich meinen Hund mitnehmen
oder wer kann in dieser Zeit fürsorglich für ihn da
sein. Selbst ein simpler Kinobesuch oder der wöchentliche
Saunatreff können ein Problem sein. Vielleicht sind Sie aber
auch jemand, der keinen Regen mag, Tibet Terrier haben damit kein
Problem. Sie wollen und müssen bei jedem Wetter raus. Und
das nicht nur zum Gassi gehen! Ausschlafen am Wochenende? Kein
Problem, wenn der Hund nicht wäre! Jeder noch so kleine Winkel
unseres Lebens wird durch einen Hund verändert, aber auch
bereichert durch seine Liebe und Treue.
Tibet Terrier-Welpen sehen fast
alle gleich niedlich aus, aber Sie sollten Ihre Welpen bei einem
Züchter kaufen, der auf seine Hunde wirklich gut aufpaßt,
die Welpen nicht im Zwinger hält, sondern mit Familienanschluß
und dem Garten als Abenteuerspielplatz und ihnen all das mit
auf den Weg gibt, was sie brauchen.
Der Weg führt Sie zu Züchtern
aus Zuchtvereinen, die im VDH organisiert sind. Sie sollten sich
einen Überblick über die große Bandbreite der
Tibet Terrier, aber auch über die Züchter und Halter
dieser Hunde verschaffen. Das können Sie am besten auf einer
Spezialzuchtschau der jeweiligen Zuchtvereine. Solche Zuchtschauen
sind Hundeausstellungen, die von den Vereinen selber ausgerichtet
werden und in denen sich nur Hunderassen befinden, die vom jeweiligen
Verein direkt betreut werden. Die Termine und Orte dieser Zuchtschauen
erhalten Sie entweder vom VDH in Dortmund, oder Sie wenden sich
direkt an die Tibet-Terrier-Vereine (Kontaktadressen unter Interessante
Links). Auch wissen die Vereine, welcher Züchter gerade
Welpen hat oder erwartet.
Auf Zuchtschauen können Sie
selber Kontakte zu den Züchtern knüpfen und Fragen stellen.
Den meisten macht es nämlich großen Spaß sich
über ihre Hunde zu unterhalten und geben einem Hundelaien
gerne Auskunft. Wer als Züchter dazu nicht bereit ist, den
haken Sie als Welpenverkäufer gleich ab!
Vielleicht müssen Sie mehrere
Züchter besuchen, um den Welpen zu finden, der wirklich
zu Ihnen paßt. Wählen Sie Ihren Welpen nicht nach
der Farbe aus. Zum einen könnte es passieren, dass Sie
gerade auf die von Ihnen gewünschte Farbe sehr lange warten
müssen,
zum anderen wird jeder erfahrene Züchter darauf nicht eingehen.
Er wird darauf bestehen, dass der Welpe in erster Linie nach
Wesen,
Temperament und Charakter ausgesucht wird, passend zu den zukünftigen
Besitzern und den Umständen, die er bei diesen antreffen
wird. Ein Tibet Terrier ist schließlich kein Dekorationsstück
für das Wohnzimmer! Legen Sie sich auch nicht fest, ob
es ein Rüde oder eine Hündin sein soll. Beide haben
ihre Vorzüge und Probleme, aber diese lassen sich für
beide lösen.
Der Kauf eines Welpen hat viel
mit gegenseitigem Vertrauen zu tun. Sie als Käufer wollen
wissen, ob der Hund aus guten Händen kommt, und ein verantwortungsvoller
Züchter will sichergehen, dass seine Welpen in gute Hände
gelangen. Ein solcher Züchter wird Ihnen beim ersten Kontakt,
egal ob persönlich oder telefonisch, keine Zusage machen,
sondern Sie zu sich einladen, den Wurf zu besichtigen (im Alter
von ca. 4 Wochen). Der Züchter kann Sie besichtigen, Sie
aber auch die Verhältnisse und Haltung der Hunde, die Mutterhündin
der Welpen, mit etwas Glück auch den Vater und vielleicht
die Großeltern. Beobachten Sie vor allem die Mutterhündin.
Eine gesunde, robuste Hündin, die nach den Schutzvorschriften
nur einen Wurf im Jahr bringt und auch richtig ernährt wird,
ist vier Wochen nach der Geburt fast wieder in Topkondition. Das
gilt für die körperliche Erscheinung und das Haar genauso
wie für die psychische Verfassung. Bei genauer Beobachtung
werden Sie eine matte, abgezehrte Hündin mit stumpfem Haar
schnell von einer kraftvollen, wachsamen und gut erholten unterscheiden.
Wenn Sie ein paar verschiedene
Züchter besucht haben, werden Sie feststellen, dass die Welpen
jedes Züchters etwas anders aussehen. Das liegt daran, dass
sich die Welpen dieser Rasse in den einzelnen Zuchtlinien unterschiedlich
schnell entwickeln. Dennoch müssen alle Welpen gut genährt
aussehen, ohne dass der Bauch aufgetrieben aussieht (evtl. Wurmbefall).
Achten Sie darauf, dass die Augen klar und glänzend, ohne
(eitrigen) Ausfluss sind, auch aus der Nase sollte kein Ausfluss
festzustellen sein. Die Welpen sollten ein glänzendes, gesundes
Fell haben und eine lebendige Art. Entwickeln Sie unter keinen
Umständen ein Verantwortungsgefühl weder für den
schwächsten Welpen, noch für einen überaus scheuen,
nervösen oder aggressiven Hund. Spielen Sie mit ihnen, ohne
sie gleich hochzuheben. Sind die Welpen ängstlich oder mißtrauisch
ist das ein schlechtes Zeichen. Sind sie jedoch zutraulich, können
Sie sehr genau das Temperament und wesentliche Charakteranlagen
der einzelnen Kleinen erfahren. Der Züchter steht Ihnen hierbei
mit all seiner Erfahrung gerne zur Verfügung, um Ihnen bei
Ihrer Entscheidung behilflich zu sein.
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